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Etwa 150 km von Paris entfernt liegt die Champagne, eine der berühmtesten Weinregionen der Welt. Außerhalb der gesetzlich festgelegten Grenzen dieses 30.000 Hektar großen Gebietes darf kein Champagner hergestellt werden, und Schaumweine mit Herkunft außerhalb dieses Gebietes dürfen sich nicht "Champagner“ nennen. Champagner ist also eine geschützte Herkunftsbezeichnung.
Auf dem einzigartigen Kreideboden der Champagne werden drei Rebsorten angebaut: Die rote Pinot Noir, von sehr kräftigem Charakter, die rote Pinot Meunier, rund und fruchtig und die weiße Chardonnay, Symbol für Finesse, Leichtigkeit und Eleganz.
Nach der Lese werden die Trauben gepresst, die roten Trauben nur kurz. Auf diese Weise gelangt kein roter Farbstoff aus den Schalen in den Most, und der spätere Champagner ist hell (Ausnahme: Rosé-Champagner). Nach der ersten Gärung (mehrere Monate in Gärtanks) stellt der Kellermeister die Cuvée zusammen, jene Komposition von Champagne-Weinen der Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay von verschiedenen Lagen und Jahrgängen, die einen Champagner mit eigenständigem Charakter ergibt.
Jetzt wird die Cuvée mit der Fülldosage (Hefe) versehen und auf Flaschen gezogen. Nun beginnt die Reifezeit des Champagners. Am Ende der mindestens einjährigen Reifezeit wird die Flasche mit dem Hals nach unten auf Rüttelpulte gelegt. Durch das tägliche Drehen ("Rütteln“) der Flasche sammelt sich der Hefesatz im Flaschenhals und kann durch das sogenannte "Degorgieren" nach einigen Wochen leicht entfernt werden. Danach wird die Flasche etikettiert und verpackt, und nach kurzer Ruhepause ist sie dann versandbereit.
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