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Sherry
1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung ließen sich die Phönizier an der Bucht von Cádiz, im heutigen Andalusien, nieder und begannen mit dem Weinbau. Sie gründeten auch die Stadt "Xera“, das heutige Jerez. Seit dieser Zeit wachsen die Trauben für den weltberühmten Sherry auf den warmen, weißen Kalksteinböden Andalusiens. Nur in diesem festumgrenzten Gebiet bei Jerez im Südwesten Spaniens darf Sherry hergestellt werden. Sherry ist also eine geschützte Herkunftsbezeichnung.
In der Sherry-Region wird nur eine Rebsorte angebaut, die den Charakter des Sherrys prägt – Palomino. In kleineren Mengen wird außerdem aus der Rebsorte Pedro Ximenez ein sehr süßer Sherry produziert, der dem Cream Sherry seine feine Süße verleiht.
Der jeweils neue Wein lagert etwa ein Jahr lang in den Añadas, den Reifefässern, in denen er sich zu den zwei unterschiedlichen Sherry-Grundtypen Fino und Oloroso entwickelt.
Aus dem Fino ergeben sich die trockenen Sherries Fino, Manzanilla und Amontillado. Der Oloroso wird zu Oloroso-Sherry (trocken oder leicht lieblich) oder, durch Vermählung mit Sherry aus der süßen Pedro Ximenez-Traube, zu Cream-Sherry.
Nach der Añada reifen die Sherries im altüberlieferten, kunstvollen Solera-System, um eine stets gleichbleibende Qualität zu erhalten. Das Solera-System besteht aus mehreren übereinanderliegenden Faßreihen, wobei die unterste Reihe den ältesten und die oberste Reihe den jüngsten Sherry enthält.
Insgesamt darf nach einem Jahr aus der untersten, ältesten Reihe höchstens ein Drittel zur Abfüllung entnommen werden. Die genaue Menge wird jedes Jahr vom Consejo Regulador neu festegelegt. Das so entstandene "Loch“ läuft aus der jeweils darüberliegenden Reihe nach. Die fehlende Menge wird dann in der obersten, jüngsten Faßreihe mit jungem Sherry aus der Añada aufgefüllt. Sherry hat deshalb auch keine Altersangabe.
Port
Port, so wir wie ihn kennen, gibt es seit 1680, als zur Zeit Oliver Cromwells englische Weinkaufleute zum ersten Mal dem portugiesischen Rotwein Branntwein beimischten, um ihn für die lange Seereise nach England haltbar zu machen.
Die Trauben für Port wachsen auf den steilen Hängen des fruchtbaren Douro-Tals im Norden Portugals. Seinen Namen hat er von der Stadt Porto am unteren Flußlauf des Douro.
Port lagert mindestens zwei Jahre in Fässern aus Eichenholz. Für die kontrollierte Abfüllung bürgt ein numerierter Garantiestreifen des Portweininstituts über dem Korken.
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